Something is rotten in the state of Denmark!
26. Juli 2016

Sparstrumpf

by knipseline/pixelio.de

Woher kommt eigentlich die Bezeichnung Sparstrumpf? Keine Ahnung, im Internet bekommt man's auch nicht beantwortet. Und wenn's das Internet nicht weiss....wer dann? Nun: so wirklich lebensnotwendig ist die Antwort auf diese Frage ja nicht. Oder?

Neulich auf dem Betreibungsamt bei der Zwangs-Veräusserung einer Liegenschaft eines Kunden von mir: Ziemlich kompliziertes Procedere, viel Fachchinesisch, dann ging's irgendwann einmal los mit der Auktion. Ich habe da ein wenig mitgeboten, stieg dann aber auch wieder aus und andere Teilnehmer ein. Die Besonderheit einer solchen betreibungsamtlichen Versteigerung ist die Tatsache, dass eine Anzahlung sofort in Bar oder Scheck geleistet werden muss - kein Privatscheck, sondern ein Scheck ausgestellt von einer schweizerischen Bank.Vom Betreibungsamt festgelegte Summe: CHF 50'000.00.

Die Auktion zog sich hin und endete beim Preis von 620'000 CHF. Der Letztbieter wurde nach vorne gerufen zwecks Ablieferung der Anzahlung. Und siehe da: Er öffnete nicht seine Geldbörse, zückte auch keinen Scheck, sondern.......krempelte seine Hosen hoch: Aus seinen farbigen Socken zauberte er 50 Tausendernoten, welche er dem Betreibungsbeamten auf den Tisch legte. Ob das schon eine Antwort auf meine eingangs gestellte Frage ist? Vielleicht hat Homo sapiens ja einen Grundtrieb, Geld in Socken zu verstecken, welcher dann auch dem Sparstrumpf Namensgeber war. Ich jedenfalls hatte aber vor allem eine Assoziation: Ein Spinnsocken mehr auf dieser Welt, ziemlich schräg und kauzig und nicht einmal unsympathisch. Vielleicht lassen sich so ja auch gewisse Volkskrankheiten lösen? pAVK= periphere arterielle Verschlusskrankheit, besser bekannt unter dem Schaufenstersyndrom: Vielleicht ein paar Tausender in die Socken stecken? Könnte ja sein, dass es sich dann plötzlich wieder prima gehen lässt? Wenn das kein innovativer Ansatz ist...!

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